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Satellitenkryptografie
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Satellitenkryptografie

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Hochsichere Erzeugung und Verteilung kryptografischer Schlüssel auf Basis einer Satellitenkommunikation


Die Digitalisierung und Globalisierung benötigt eine sichere Telekommunikation und diese erfordert eine sichere Kryptografie. Die aktuelle Kryptografie baut auf der Vermutung auf, dass es mathematische Probleme gibt, die für einen Angreifer sehr schwer zu lösen sind. Daher versucht man aus Sicherheitsgründen schon seit Jahrzehnten physikalische Methoden zur Schlüsselerzeugung zu finden, die ohne Mathematik und damit ohne diese nicht beweisbare Vermutung auskommt.
Begonnen haben diese Methoden mit der Quantenkryptografie, die vor allem mit verschränkten Teilchen hochsicher umsetzbar ist. Doch diese Lösung ist sehr teuer. Neben dieser aufwendigen und teuren Lösung arbeiten weltweit Wissenschaftler erfolgreich auch an einer kostengünstigen Lösung zur Erzeugung und Verteilung kryptografischer Schlüssel, die auf der Reziprozität der Funkübertragung und Messung von Funkkanaleigenschaften basiert. Bis heute ist diese Methode aber nur für kurze Entfernungen (bis ca. 20 km) geeignet.
Seit ca.eineinhalb Jahren wird im Rahmen des Forschungsprojektes KIF (gefördert von der FFG) daran geforscht, die Reziprozität der Funkübertragung und Messung von Funkkanaleigenschaften auch auf große Entfernungen, d.h. weltweit, auszudehnen. Es ist dabei dem Forscherteam der FH St. Pölten weltweit erstmals gelungen, dies mit Hilfe des Einsatzes von Satelliten durchzuführen - daher wird diese Art der Kryptografie auch Satellitenkryptografie genannt. Im Gegensatz zur Quantenkryptografie ist diese Lösung durch die geringen Kosten der Satellitenkommunikation auch massentauglich einsetzbar. Da weltweit noch keine einzige Publikation und kein Patent über die Satellitenkryptografie existiert, konnten die Forschungsergebnisse in zwei allgemein gehaltenen internationalen Patentanmeldungen geschützt werden.

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Unternehmensprofil:
Die Fachhochschule St. Pölten steht für qualitätsvolle Hochschulausbildung, Praxisbezug und Internationalität. Theorie und Praxis werden in den Bachelor- sowie Masterstudiengängen der Themengebiete Medien, Informatik, Verkehr, Gesundheit und Soziales ideal vereint. Die praxisnahe Forschung nimmt einen hohen Stellenwert ein. Die frühzeitige Einbindung der Studierenden in Forschungsvorhaben mit Unternehmen ist der FH St. Pölten wichtig und ermöglicht jungen WissenschafterInnen Erfahrungen zu sammeln.
Markterfolge:
Im Projekt wurden wesentliche wissenschaftliche Tätigkeiten durchgeführt und Forschungsfragen beantwortet. Es konnte gezeigt werden, dass Satellitenkryptografie funktioniert, und es wurde eine Lösung für eine praktikable Umsetzung etabliert. Des Weiteren konnte dargestellt werden, dass mit der Satellitenkryptografie, im Gegensatz zur Quantenkryptografie, eine weltweite massentaugliche und kostengünstige Erzeugung und Verteilung kryptografischer Schlüssel möglich ist.
Gründungsjahr: 1996
Mitarbeiter 2018: 345
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