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Entwicklung von Verfahren zur mikrobiologischen Fixierung von molekularem Stickstoff und die Produktion höherwertiger Stoffe.


Die weltweite Produktion verschiedener Güter und Lebensmittel basiert überwiegend auf der Nutzung fossiler Energieträger. Die Diskussion zur Einsparung fossiler Energieträger betrifft zunächst die Mobilität. Doch müssen in Zukunft auch die industriellen Produktionsprozesse ressourcenschonend und nachhaltig betrieben werden. Bioraffinerien sollen diese Prozesse in der Zukunft ablösen. In der Regel nutzen Bioraffinerien verschiedene natürliche Rohstoffe aus der Landwirtschaft bzw. Reststoffe aus der Verarbeitung. Dabei bieten sich auch gasförmige Rohstoffe für Bioraffinerien an. In mikrobiologischen Gaskonversionsverfahren werden aus gasförmigen Rohstoffen flüssige oder feste Produkte gebildet. Die Nutzung von CO2 als Rohstoff für eine katalytische oder biokatalytische Umsetzung ist Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte.
In stickstoffhaltigen Produkte, wie manchen Kunststoffe, Fasern, Aminosäuren, Dünger etc., ist N2 auch ein interessanter Rohstoff.
Im Projekt wird mittels verschiedener Mikroorganismen wie Bakterien und Archaeen gasförmiges N2 gebunden. Ziel ist die gezielte Bildung von Aminosäuren und Proteinen für die Nutzung als Lebens- und Futtermittel. Einzelne Mirkoorganismen bilden verschiedene Koppelprodukte wie beispielsweise PHB (Biokunststoffe), Phytohormone, Alginate (Biopolymere für die Pharmazie) und auch andere Stoffe. Somit sollen neue Ansätze für die Gewinnung verschiedener nachhaltiger Produkte entwickelt werden. Im Projekt werden verschiedene Mirkoorganismen untersucht und die passende Verfahrenstechnik entwickelt werden.

Universität für Bodenkultur Wien, IFA-Tulln, Institut für Umweltbiotechnologie
Konrad Lorenz Straße 20
3430 Tulln
0676/83280514
guenther.bochmann@boku.ac.at
http://www.boku.ac.at
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Unternehmensprofil:
Die Universität für Bodenkultur Wien, die Alma Mater Viridis, versteht sich als Lehr- und Forschungsstätte für erneuerbare Ressourcen, die eine Voraussetzung für das menschliche Leben sind. Aufgabe der BOKU ist es, durch die Vielfalt ihrer Fachgebiete zur Sicherung dieser Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen entscheidend beizutragen. Durch die Verbindung von Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften versucht sie, das Wissen um die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen in einer harmonischen Kulturlandschaft zu mehren.
Markterfolge:
Derzeit werden Prototypen entwickelt mit denen dann ein Upscaling des Prozesses möglich ist. Aktuell bestehen Verhandlungen mit potentiellen Partnern aus der Industrie.
Gründungsjahr: 1872
Mitarbeiter 2018: 2690
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